BG Mentoring · Stand: 01.10.2025 · Geltung: ausschliesslich B2B (Unternehmer), Schweizer Recht (OR/DSG)
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") regeln das Vertragsverhältnis zwischen:
BG Mentoring
Margarita Gudis
Hinterfeldstrasse 16
4242 Laufen, Schweiz
(nachfolgend „Anbieter")
und dem Vertragspartner (nachfolgend „Klient").
1.2 Es werden ausschliesslich Verträge mit Unternehmern im Sinne des Schweizer Obligationenrechts (OR) geschlossen. Verträge mit Konsumenten sind ausgeschlossen. Der Klient bestätigt mit Vertragsschluss, ausschliesslich als Unternehmer zu handeln.
1.3 Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
1.4 Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Klienten finden keine Anwendung, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt. Eine blosse Bezugnahme („Es gelten unsere AGB") genügt nicht.
1.5 Vertragsgrundlagen sind (in dieser Rangfolge): (i) individuelles Angebot/Vertrag inkl. Leistungsbeschreibung, (ii) allfällige projektspezifische Unterlagen, (iii) Preislisten, (iv) diese AGB.
2.1 Informationen, Leistungsbeschreibungen und Darstellungen sind unverbindlich und stellen eine Einladung zur Offertstellung dar (invitatio ad offerendum).
2.2 Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter das Angebot des Klienten annimmt. Die Annahme kann schriftlich, in Textform (z. B. E-Mail) oder durch Beginn der Leistungserbringung erfolgen. Schweigen gilt nicht als Annahme.
2.3 Vertragssprache ist Deutsch.
3.1 Der Anbieter erbringt Mentoring-, Beratungs- und unternehmensbezogene Dienstleistungen, je nach Vereinbarung vor Ort oder online (z. B. Videokonferenz).
3.2 Es handelt sich um Dienstleistungen. Ein konkreter Erfolg (wirtschaftlich, fachlich, persönlich, gesundheitlich oder sonst) wird nicht geschuldet.
3.3 Inhalt, Umfang und Methoden bestimmen sich ausschliesslich nach der vereinbarten Leistungsbeschreibung. Der Anbieter schuldet nur die Durchführung der vereinbarten Leistungen, nicht die Zielerreichung.
3.4 Live-Sitzungen (synchrone Einheiten) stellen – sofern so vereinbart – den zentralen Erfüllungsgegenstand dar. Eine Lernerfolgskontrolle findet nicht statt.
3.5 Allfällige Videos, Arbeitsmaterialien, Vorlagen, Plattforminhalte oder sonstige digitale Inhalte sind – sofern nicht ausdrücklich als Hauptleistung vereinbart – freiwillige Zusatzleistungen. Sie begründen keinen eigenständigen Erfüllungsanspruch.
3.6 Der Anbieter kann Zusatzleistungen jederzeit ändern, ergänzen oder einstellen. Dadurch entstehen keine Ansprüche auf Ersatz, Preisminderung oder Rückerstattung.
4.1 Der Klient stellt alle zur Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Zugänge, Ansprechpartner und Freigaben rechtzeitig, vollständig und in verwendbarer Form bereit.
4.2 Unterlässt oder verzögert der Klient Mitwirkung, verschieben sich Termine angemessen. Mehraufwand wird zusätzlich vergütet (sofern nicht pauschal vereinbart).
4.3 Der Klient trägt die Verantwortung für unternehmerische Entscheidungen und deren Umsetzung. Beratungsleistungen sind Entscheidungshilfe, keine Erfolgsgarantie.
4.4 Der Klient verhält sich professionell und so, dass Durchführung und Gruppen-/Arbeitsprozesse nicht beeinträchtigt werden. Störungen, Beleidigungen, herabwürdigende Äusserungen, Manipulation oder sonstige Beeinträchtigungen sind zu unterlassen.
5.1 Zugänge zu Plattformen, Materialien oder Mitgliedsbereichen sind personenbezogen und nicht übertragbar. Zugangsdaten sind geheim zu halten.
5.2 Der Klient darf Inhalte ausschliesslich für den eigenen Unternehmensgebrauch nutzen. Weitergabe, öffentliche Zugänglichmachung, Unterlizenzierung, kommerzielle Verwertung oder Nutzung zur Beratung Dritter ist untersagt.
5.3 Bei konkreten Anhaltspunkten für Verstösse gegen Vertrag/AGB/Rechte Dritter ist der Anbieter berechtigt, Zugänge vorübergehend oder dauerhaft zu sperren.
5.4 Wichtig: Eine Sperre/Teilnahmeunterbindung ist keine Vertragsbeendigung und begründet keinen Anspruch auf Vertragsauflösung, Rückerstattung, Reduktion oder Schadenersatz. Die Vergütung bleibt geschuldet.
6.1 Sämtliche Immaterialgüterrechte (Urheber-, Marken-, Datenbank-, Know-how-Rechte etc.) verbleiben beim Anbieter bzw. Lizenzgebern, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart.
6.2 Sofern individualisierte Arbeitsergebnisse vereinbart sind, erhält der Klient nach vollständiger Bezahlung die vertraglich vereinbarten Nutzungsrechte. An vorbestehenden Standardmaterialien erhält der Klient lediglich ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur internen Verwendung.
6.3 Der Anbieter darf generische Erkenntnisse, Methoden oder Komponenten anonymisiert weiterverwenden, sofern keine Geschäftsgeheimnisse oder personenbezogenen Daten des Klienten offengelegt werden.
7.1 Beide Parteien verpflichten sich zur Vertraulichkeit über nicht öffentliche Informationen, insbesondere Geschäftsgeheimnisse, Methoden, Prozesse, Unterlagen und interne Daten.
7.2 In Gruppenformaten gilt die Vertraulichkeit auch für Informationen anderer Teilnehmender.
7.3 Nicht vertraulich sind Informationen, die nachweislich bereits bekannt waren, unabhängig entwickelt wurden, öffentlich waren oder ohne Verschulden öffentlich werden, oder aufgrund zwingender Vorschriften offengelegt werden müssen.
7.4 Rufschädigende oder unwahre Tatsachenbehauptungen über den Anbieter sind zu unterlassen.
8.1 Preise verstehen sich in CHF, zzgl. MWST (sofern anwendbar).
8.2 Zahlungen sind – sofern nicht anders vereinbart – im Voraus fällig. Bei Ratenzahlungen gelten die vereinbarten Fälligkeitstermine.
8.3 Gerät der Klient mit einer Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, eine Nachfrist von mindestens 7 Kalendertagen zu setzen. Nach unbenutztem Ablauf ist der Anbieter berechtigt, sämtliche offenen Beträge sofort fällig zu stellen.
8.4 Zusätzlich fallen Verzugszinsen von 9 % p.a. an sowie eine einmalige Mahngebühr von CHF 50.– pro Zahlungsverzug. Betreibungs-, Inkasso- und Rechtsverfolgungskosten trägt der Klient.
8.5 Aufrechnung und Zurückbehaltungsrechte sind ausgeschlossen, ausser die Gegenforderung ist unbestritten oder rechtskräftig festgestellt.
9.1 Bei Zahlungsverzug oder wesentlichen Pflichtverletzungen (insb. Mitwirkung/Verhalten/Vertraulichkeit) ist der Anbieter berechtigt, Leistungen ganz oder teilweise auszusetzen, bis der vertragsgemässe Zustand wiederhergestellt ist.
9.2 Leistungsaussetzung ist keine Vertragsbeendigung und begründet keinen Anspruch auf Vertragsauflösung, Rückerstattung oder Honorarminderung.
9.3 Die Vergütung bleibt auch während einer Leistungsaussetzung vollumfänglich geschuldet.
10.1 Es gelten die Bestimmungen des Schweizer Obligationenrechts (OR), soweit in Vertrag/AGB nichts Abweichendes vereinbart ist.
10.2 Der Klient hat dem Anbieter Mängel oder Störungen unverzüglich und konkret anzuzeigen, damit Abhilfe möglich ist. Unterlässt der Klient dies, sind daraus resultierende Nachteile vom Klienten zu tragen.
11.1 Der Anbieter haftet – soweit gesetzlich zulässig – ausschliesslich für vorsätzlich oder grobfahrlässig verursachte Schäden.
11.2 Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit nur für den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, maximal jedoch bis zur Höhe der vom Klienten für die betroffene Leistung geschuldeten Vergütung.
11.3 Jede Haftung für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Betriebsunterbrechung oder Datenverlust ist ausgeschlossen.
11.4 Zwingende gesetzliche Haftungen (insb. Personenschäden) bleiben unberührt.
11.5 Haftungsbeschränkungen gelten auch für Hilfspersonen/Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
11.6 Stellt der Klient Inhalte (Bild/Ton/Video/Text) zur Verfügung, garantiert er Rechtefreiheit und stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter inkl. angemessener Rechtsverfolgungskosten frei.
12.1 Der Anbieter verarbeitet Personendaten gemäss Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) und nur soweit für die Vertragsdurchführung erforderlich oder rechtlich zulässig.
12.2 Soweit Personendaten von Personen aus der EU verarbeitet werden, erfolgt dies zusätzlich im Einklang mit der DSGVO (z. B. mittels geeigneter Garantien/Standardvertragsklauseln, soweit erforderlich).
12.3 Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, soweit für die Vertragserfüllung erforderlich (z. B. IT-/Zahlungsdienstleister) oder gesetzlich vorgeschrieben. Details: siehe Datenschutzerklärung.
13.1 Es werden ausschliesslich Verträge mit Unternehmern geschlossen. Ein Widerrufsrecht besteht nicht.
14.1 Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus dem gebuchten Angebot bzw. dem individuell unterzeichneten Vertrag.
14.2 Eine ordentliche Kündigung durch den Klienten ist ausgeschlossen.
14.3 Der Klient ist nicht berechtigt, den Vertrag einseitig zu beenden, aufzulösen oder faktisch zu beenden, unabhängig davon, ob Leistungen ganz, teilweise oder nicht mehr genutzt werden.
14.4 Pflichtverletzungen des Klienten (einschliesslich Zahlungsverzug, Mitwirkungsverweigerung oder Verstösse gegen Verhaltens-/Loyalitätspflichten) begründen kein Kündigungs- oder Lösungsrecht des Klienten. Solche Pflichtverletzungen führen insbesondere nicht zu einem Entfall der Zahlungspflicht.
14.5 Zwingende gesetzliche Rechte, die nicht abbedungen werden können, bleiben vorbehalten.
15.1 Höhere Gewalt liegt vor, wenn ein ausserhalb des Einflussbereichs einer Partei liegendes Ereignis die Leistungserbringung vorübergehend verhindert und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht abwendbar ist (z. B. Naturereignisse, behördliche Massnahmen, Krieg, Ausfälle kritischer Infrastruktur).
15.2 Die betroffene Partei informiert die andere Partei unverzüglich.
15.3 Während der Dauer der Behinderung werden die betroffenen Leistungspflichten ausgesetzt. Bereits bezahlte Vergütungen bleiben beim Anbieter, soweit sie bereits erbrachte oder vorbereitete/disponierte Leistungen betreffen.
15.4 Dauert die Behinderung länger als 12 Monate, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag für den noch nicht erbrachten Leistungsteil zu beenden und eine Endabrechnung über erbrachte Leistungen zu erstellen. Weitergehende Ansprüche sind – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
16.1 Es gilt ausschliesslich materielles Schweizer Recht (OR/DSG), unter Ausschluss kollisionsrechtlicher Normen. Das UN-Kaufrecht (CISG) ist ausgeschlossen.
16.2 Ausschliesslicher Gerichtsstand ist der Sitz des Anbieters in der Schweiz, Kanton Basel-Landschaft.
16.3 Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform; Textform (z. B. E-Mail) genügt, sofern nicht ausdrücklich strengere Form vereinbart ist.
16.4 Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. Anstelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
17.1 Der Anbieter kann diese AGB aus sachlichem Grund (z. B. Gesetzesänderungen, Angebot-/Prozessänderungen, Rechtsprechung) ändern.
17.2 Änderungen werden dem Klienten in Textform mitgeteilt. Sie gelten als genehmigt, wenn der Klient nicht innert 14 Tagen schriftlich widerspricht.
17.3 Für bereits abgeschlossene Einzelaufträge bleibt die bei Vertragsschluss gültige Fassung massgeblich.